Freiwillige Sterbe-Begleitung bei Corona-Patienten

Püttlinger Seniorenresidenz ist dankbar für diese Unterstützung

 „Es klingt paradox“, sagt der Palliativmediziner Dr. Dietrich Wördehoff, „aber es ist lebensnotwendig, dass Sterbende jemanden in der Nähe haben“. Der Vorsitzende des Fördervereins für das Ambulante Hospiz Völklingen ist überzeugt: „Es gibt einen sozialen Tod vor dem körperlichen Tod.“ Deshalb war Wördehoff auch einer der hartnäckigsten Mahner, die abgeriegelten Kliniken und Altenheime für Angehörige, Ehrenamtliche und Seelsorger zu öffnen: „Die Gefährdung des Patienten, das heißt im Extremfall durch eine zusätzliche Corona-Erkrankung ein paar Tage früher zu sterben, ist gering und gegen das Leiden durch Isolation abzuwägen.“ Die meisten Menschen hätten, so Wördehoff, vor dem qualvollen Erstickungstod bei Corona die größte Angst, doch über eine palliative Versorgung mit Morphinen seien solcherart Beschwerden gänzlich zu lindern, während gegen die seelische Qual, die die totale Abkapselung auslöse, keine Medikamente vorhanden seien: „Dagegen hilft nur menschliche Zuwendung.“ Und dafür sind die Hospiz-Freiwilligen in den 32 stationären und ambulanten Einrichtungen im Saarland Spezialisten.


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