Was man über eine ehrenamtliche Tätigkeit wissen sollte

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Die Zahl der Ehrenamtler steigt und steigt - Fragen sind erlaubt und wichtig

Wir haben letzte Woche die ersten Fragen formuliert und beantwortet, hier kommen neue Fragen:

Welche Fragen sollte man sich vorab stellen?

Die wichtigste Frage ist:“Welche Motivation verfolge ich?“, rät Gerlinde Wouters. Und die zweite wichtige Frage lautet: „Wie viel Zeit kann ich pro Woche aufbringen?“ So findet sich relativ rasch eine passende Tätigkeit – von der digitalen Hausaufgabenbetreuung, die wöchentlich nur wenige Stunden in Anspruch nimmt, bis hin zur Aushilfe in der Suppenküche, einmal im Monat für einen Tag. Laut BMI-Studie leisten die Ehrenamtlichen im Schnitt bis zu zwei Stunden pro Woche; ein zeitintensiveres Engagement von sechs oder mehr Stunden pro Woche nimmt hingegen deutlich an Beliebtheit ab.

Was sollte man außerdem noch beachten?

Ein weiterer Aspekt bei der Wahl  des Ehrenamtes sind die eigenen Kompetenzen: Was kann man einbringen? Welche Ausbildung hat man? Und möchte man durch eine Tätigkeit vielleicht noch etwas dazulernen? Auch hier finden sich verschiedene Organisationen und Tätigkeiten. „Wir raten dem Suchenden auch, genau hinzuschauen, wenn man mit Organisationen Kontakt aufnimmt“, sagt Wouters. Liegt zum Beispiel eine Tätigkeitsbeschreibung vor? Hat sich die Organisation Gedanken darüber gemacht, welche Aufgaben die Ehrenamtlichen übernehmen können und sollen? Gibt es eine Ansprechperson, die sich um Fragen der Ehrenamtlichen kümmert? Und: Gibt es eine Vertretungsregelung? All dies hilft bei der Entscheidung“ sagt Wouters.

Ist man bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit versichert?

Ja, Grundsätzlich fällt nach Angaben des BMI eine ehrenamtliche Tätigkeit unter die gesetzliche Unfall- und Haftpflichtversicherung. Bei einem Unfall deckt die gesetzliche Absicherung im Vergleich zu einer privaten Unfallpolice in der Regel zusätzliche Leistungen ab, sagt FÖBE-Geschäftsführerin Wouters – zum Beispiel eine verlängerte REHA-Betreuung. Bei Engagements in kleineren Initiativen, die keine Versicherung anbieten können, existieren laut Wouters in fast allen Bundesländern sog. Sammel- und Ehrenamtsversicherungen als abgespeckte Alternativen, die Freiwilligen eine Grundabsicherung garantieren.

In der nächsten Folge:

Welche Pflichten bringt ein ehrenamtliches Engagement mit sich?

Gibt es weitere Vorteile für freiwillige Helfer?

Kann man jederzeit aus einem Engagement aussteigen?

Süddeutsche Zeitung vom 28.September 2022 (Autor: Tim Uhlendorf)

 
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