Oberstes Gebot ist das Schließen von Bildungslücken

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Bürokratische Hemmnisse bremsen freiwilliges Engagement bei den Lernpaten aus

Die Bundesregierung hat im Juni ein Zwei-Milliarden-Hilfsprogramm "Zur Schließung der Bildungslücken" beschlossen. Das Saarland hat an diesem Kuchen einen Anteil von 28 Millionen.

Schon im Mai hatte die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT ihre Unterstützung und Mithilfe ins Bildungsministerium signalisiert. Die Ministerin hat am 31.Mai dafür gedankt und mitgeteilt, dass die Lernpaten Saar selbstverständlich als wichtiger Partner in das Programm eingebunden werden.

Die Experten bei den Lernpaten Saar haben daraufhin ein sehr effektives und praktikables Hilfspaket in drei Stufen entwickelt (Lernpaten-plus). Beim Bildungsministerium ist der Antrag gestellt worden, den Einsatz von Freiwilligendienstleistende finanziell zu unterstützen.

Wochenlang war Totenstille. Erst am 4.Oktober hat ein Gespräch im Ministerium stattgefunden, das schlicht und einfach damit endete, dass dieses Konzept nicht förderfähig sei. Stattdessen hat das Ministerium die Abwicklung des Programms in die Hände von (professionellen?) Rahmenvertragspartnern gelegt, überwiegend Nachhilfeinstitute.

Von Bürgernähe und dem sinnvollen, effektiven Einsatz ehrenamtlicher Kräfte keine Rede. Auf eine schriftliche Antwort aus dem Bildungsministerium warten die Verantwortlichen bei PRO EHRENAMT bis heute. Zwischenzeitlich haben wir uns die Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gesichert (30.000 €).

Inzwischen ist das Lernpaten plus-Programm angelaufen. Die fehlenden Finanzmittel hat eine spendenfreudige Bürgerin zur Verfügung gestellt. Die Schulen, die Schulleiter und die Lehrkräfte sind riesig dankbar und erfreut über die tagtägliche Unterstützung im Unterricht. Die Lernpaten und die Freiwilligendienstleistenden sind mit großer Begeisterung bei der Sache. Das ist uns Lohn und Dank genug.

SZ-Bericht vom 3.12.2021

 
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