Bürgerengagement und Digitalisierung sind sich weitgehend fremd

Das Kompetenzzentrum für Öffentliche Informationstechnologie zeigt den Mangel auf



Das digitale Engagement auf Bundes- und Länderebene steckt nach einer aktuellen Studie des „Kompetenzzentrums Öffentliche Informationstechnologie“  noch in den Kinderschuhen. Obwohl digitales Engagement in unserer Gesellschaft eine immer größer Rolle einnimmt, wird diese immer noch unterschätzt, wenn man sich die Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene anschaut. Zum einen fehlt es an Forschung, so die Studie „Digitales Engagement – Analyse der Förderprogramme auf Bundesebene“  des „Kompetenzzentrums Öffentliche Informationstechnologie“, andererseits fehlt es auch an einer klaren Förderstrategie, wie der digitale Wandel im Rahmen der staatlichen Engagement-Förderung auf Bundes- und Länderebene sinnvoll berücksichtigt werden soll.

Bundesweit, so die Verfasser der Studie, gäbe es kein Informationsangebot, aus der ein aktueller und strukturierter Überblick über die Gesamtheit der bestehenden Fördermittel hervorgehe. Es fließen zwar Mittel in die Engagement-Förderung im Digitalen Bereich jedoch unkoordiniert zwischen den Fachministerien. Bei der Auswertung von 34 Fördermaßnahmen wurde deutlich, dass die Förderung durch finanzielle Mittel stark unterrepräsentiert ist zu den Fördermaßnahmen „Informationsangebote“ und  „Anerkennung“. Ist es aber doch gerade in dem Bereich der Stärkung des digitalen Engagements wichtig finanzielle Fördermöglichkeiten für Vereine zu schaffen. Die letztendlich selbst die eigenen Mittel dazu nicht haben.

Um das digitale Engagement besonders auch für die junge Generation besser fördern zu können, sei es notwendig, im öffentlichen Bewusstsein, das digitale Engagement für Vereine zu stärken, letztendlich unter dem Gesichtspunkt des Gemeinwohls und des gesellschaftlichen Mehrwertes. Bei der Vergabe von Fördermitteln ist der digitale Strukturwandel zu berücksichtigen ebenso ist die Forschung zum digitalen Ehrenamt auszubauen. Die Digitalisierung kann ehrenamtliches Engagement erleichtern, zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit den Finanzämtern, in der Verwaltung von  Mitgliedsdaten sowie im Rechnungswesen. Auch die Gewinnung von Ehrenamtlichen ist begleitend digital möglich. Dies schafft den Ehrenamtlichen Freiräume, um sich mehr den Menschen zuzuwenden, die Ihnen anvertraut sind.  

Quelle: Digitales Engagement  – Kompetenzzentrum Öffentliche Informationstechnologie    

Diesen Zustand können wir auch im Saarland beklagen. Seit fast zwei Jahren bemühen wir uns bei PRO EHRENAMT für die Schaffung einer Internetplattform "das Saarland engagiert sich", allein es fehlt der Wille und die Durchschlagskraft. 

SZ-Bericht




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