Interessenkonflikte contra Transparenz

Im Ehrenamt lauert eine deutliche Gefahr - Offenheit und Idealismus



Sylvia Schenk nahm kein Blatt vor den Mund

Ein heiß diskutiertes Problemfeld in unserer Zeit, ob bei Olympia, bei der FIFA, beim Doping oder den Geschehnissen bei uns im Saarland. PRO EHRENAMT hat dazu eine absolute Fachfrau zum Vortrag und zur Diskussion eingeladen, Sylvia Schenk.

Dieses Thema spielt auch in eine Motivations- und Vertrauenskrise der Menschen hinein, die sich freiwillig und unentgeltlich für Mitmenschen, Umwelt, Natur und unsere Gesellschaft einbringen.

Sylvia Schenk war von 1979 – 1989 Arbeitsrichterin und 1989 - 2001 hauptamtliche Stadträtin in Frankfurt am Main. 1972 nahm sie an den Olympischen Spielen in München im 800m-Lauf teil. Ehrenamtlich ist sie seit 1973 im Sport aktiv gewesen als Vereinsjugendleiterin bei Eintracht Frankfurt, in Frauenverbänden, im historischen Verein Frankfurt und ab 2006 bei Transparency International aktiv, wo sie 2007 – 2010 deutsche Vorsitzende und bis 2014 internationale Sportbeauftragte war. Heute leitet Sylvia Schenk die Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland. Also eine absolute Fachfrau.

Es geht um Regeln, Richtlinien, Strukturen, Informationen, Kontrollen und Sanktionen, Werteorientierung, Transparenz und offene Diskussionskultur in unseren gesellschaftlichen Gruppen, also auch im Ehrenamt. Leider kommt es es gerade hier bei den besonderen Risiken, Rahmenbedingungen, der Organisationsstruktur, bei hoher Motivation und Idealismus oft auch zu falsch verstandener Solidarität und Interessenkonflikten, die dann Transparenz, Offenheit, Verantwortungsbewusstsein und Mitsprache der Mitglieder vermissen lassen.

An den leidenschaftlichen Vortrag, der auch an den Geschehnissen im Landessportverband nicht vorbei ging, schloss sich eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmern im Bürgerzentrum Mühlenviertel an.




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