Netzwerk Bildung für alle im Saarland tagt in Homburg

Umgang mit Vielfalt und Teilhabe im Mittelpunkt der Netzwerkarbeit



Intensive Gespräche mit Gerhard Dahm (Lernpaten), Mark Herzog (Demographie-Beauftragter), Sabine Süß, Dr. Ulrike Zawar,, Annette Molter-Klein (Bildung Saarpfalz und Hans Joachim Müller (StiftungsForumSaar)

Hans Joachim Müller, Präsident der LAG PRO EHRENAMT, begrüßte die interessierten Teilnehmer der zweiten Netzwerksitzung „Bildung für alle im Saarland“ im Christlichen Jugenddorf in Homburg. Er dankte der Leiterin Koordinierungsstelle für Stiftungen und Bildung im Bundesverband Deutscher Stiftungen, Frau Sabine Süß, für die Vorbereitung und Durchführung des Netzwerkwerktreffens. Hans Joachim Müller hob noch mal die Bedeutung von Netzwerkarbeit hervor und verwies darauf, dass diese gerade in dem kleinen Bundesland Saarland sehr erfolgreich sei. In dem Netzwerk sind alle handelnden Personen in Bereichen Bildung und Integration aus dem Saarland zusammengefasst. Damit können durch das gegenseitige Kennenlernen Synergieeffekte erzielt werden.  

Dr. Ulrike Zawar, Geschäftsbereichsleiterin Arbeit und Soziales des Saarpfalz-Kreises, stellte in ihrem Impulsvortrag „Integration – Umgang mit Vielfalt und Teilhabe am Beispiel des Saarpfalz-Kreises“ die Sprach-, Integrations- und Bildungsmaßnahmen für Migranten ausführlich vor. Im Saarpfalz-Kreis betrachtet Integration als Querschnittsaufgabe der Politik unter Federführung des Landrates. Besonders stolz ist Frau Zawar darauf, dass trotz der Zunahme von Flüchtlingen die Zahl der Bedarfsgemeinschaften die vom Jobcenter finanziert werden um 5% zurückgegangen ist. Somit konnte also ein wesentlicher Teil der Flüchtlinge in die Arbeitswelt integriert werden. Für die Zivilgesellschaft bietet der Saarpfalz-Kreis für Vereine, für Ehrenamtspaten und andere in der Flüchtlingsarbeit Unterstützung und Beratung an. Ein wichtiges Ziel des Saarpfalz-Kreises für das zweite Halbjahr 2018 ist der Start interkultureller Dialoge. Dies sei, so Frau Zawar, eine wichtige Aufgabe.  In der anschließenden lebendigen Diskussionsrunde wurden weitere Themen angesprochen wie best practise-Beispiele aus der Flüchtlingshilfe  in den verschiedenen Gemeinden des Saarpfalz-Kreises oder des Saarlandes, die Frage nach Veranstaltungen zur politischen Bildung für Migranten und Einheimische oder die Frage der Vermittlung von kulturellen Besonderheiten der Mehrheitsgesellschaft an die Migranten. 

Abschließend wurden zwei Projekte vorgestellt. Dabei sind zu nennen das heart works-Projekt (www.startnext.com/heartworks), das sich um den Deutschen Integrationspreis 2018 bewirbt und das Projekt „Lernpaten“ der LAG, das sich für die Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen einsetzt.  




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