Die Zukunftsaufgabe lautet: Vermittlung demokratischen Handelns

Engagementförderung und Demokratieförderung sind Schwestern im Geiste.



Das "Netzwerk Bildung für alle im Saarland“, das auf Initiative der LAG PRO EHRENAMT und der Stiftung Bürgerengagement Saar mit zahlreichen saarländischen Vereinen und Vertretern von Landkreisen, Gemeinden,Unternehmensverbänden und Stiftungen gegründet wurde, tagte heute zum 3. Mal im Saarland, jetzt im Landratsamt Saarlouis. Eine umfassende Tagesordnung wurde von den Teilnehmern in der Sitzung bearbeitet, die von Frau Sabine Süß vom Netzwerk Stiftung und Bildung aus Berlin moderiert wurde.

 Natalie Sadik stellte in einem umfassenden Vortrag das Programm „Gemeinsam Schule planen – Landkreis Saarlouis macht Schule“ vor. Als Schulentwicklungsplanerin im Landkreis Saarlouis ist es ihre Aufgabe alle Betroffenen bei einem neuen Schulprojekt, wie zum Beispiel bei der Neugestaltung eines Schulhofes, einer Cafeteria oder bei dem Um- oder Neubau einer Schule mit einzubinden. Dazu gehören Lehrer, Schüler, Eltern, Schulverwaltung, Bauamt, Finanzabteilung und viele andere. Ziel ist es die Interessen aller zu erfahren, zu sammeln, zu bündeln und dann ein für alle zufriedenes Projekt zu erstellen.

 Im Verlauf der Sitzung wurden des weiteren zwei Projektideen vorgestellt. Die ASKO-EUROPA-Stiftung präsentierte ihr Projekt START Saar. Dieses hat zum Ziel engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund finanziell und ideel auf dem Weg zum höheren Bildungsabschluss zu fördern. Meike Kartes, die Projektverantwortliche, warb für ihr Projekt und bot an, Begegnungen mit deutschen Jugendlichen zu schaffen. .Silke Weiskircher präsentierte das Projekt der psd-Bank Netzwerkgestaltung und nahm diese Veranstaltung auch zum Anlass neue Ideen zu bekommen für ihre Maßnahme.

Besonderes Interesse fand der Vortrag von Johannes Domnick mit dem Thema „Demokratieförderung und Engagementförderung“. Besonders das Thema der Vermittlung demokratischer Grundkenntnisse fiel bei den Teilnehmern auf fruchtbaren Boden. Man erkannte, dass die liberale Demokratie möglicherweise gefährdet sei, wenn nicht alle Bevölkerungsgruppen auch die Minderheiten demokratisches Handeln erlernen.  Wichtig für das bürgerschaftliche Engagement ist die Notwendigkeit, auf Augenhöhe mit allen Partnern in einer Initiative zu stehen, dass die Anliegen der Ehrenamtorganisationen bei den Beratung gleichrangig gewertet werden..

Für die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens ist ein Umdenkungsprozess zu mehr Partizipation dringend geboten.

 Es war eine absolut gelungene und für alle Teilnehmer lehrreiche Veranstaltung, die ihre Fortsetzung im April 2019 finden wird. 

Unser Bild zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens.

 

 




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