Narren stürmen die Staatskanzlei und wollen Geld



Saarbrücken (al) Die Böllerschüsse aus der Kanone des Lauterer Kanoniere aus Saarlouis-Fraulautern haben den saarländischen Ministerpräsidenten beeindruckt. „Natürlich ist es eure Staatskanzlei“, so kapitulierte Landesvater Tobias Hans (CDU) am Sonntag vor 350 Karnevalisten – aus 110 der insgesamt 173 Vereine, die im Verband der Saarländischen Karnevalsvereine (VSK) organisiert sind. „Was soll ich auch sonst sagen, bei dem Geschoss vor der Türe“, so Hans weiter. Aber auch die Fastnachter selbst beeindrucken ihn immer wieder: „Die Ministerpräsidenten hier kommen und gehen, die Karnevalisten bleiben bestehen.“ Er sei bereits der siebte im Amt, der die von Franz-Josef Röder (CDU) 1969 begründete Tradition fortführe.

Unter den angetretenen Faasebooze war auch der oberste Karnevalist der Republik: Klaus-Ludwig Feß, Präsident des Bundes Deutscher Karneval (BDK).  VSK-Präsident Hans-Werner Strauß nahm die Vorlage des eigentlichen Hausherren Hans gerne auf: „Wir befinden uns hier in der bedeutungsvollsten und einflussreichsten Landesregierung dieses Planeten.“ Einem „Pentagon der Glückseligkeit“ in der schon „so manche Karriererakete gestartet“ sei. Für Strauß steht außer Frage: „Wir Karnevalisten haben nachweislich viele Lebensläufe positiv beeinflusst.“  

Der traditionelle Narrenempfang fand in diesem Jahr zum 52. Mal statt. Der Brauch geht auf den einstigen Ministerpräsidenten Franz-Josef Röder (CDU) zurück. Wegen seiner wachsenden Beliebtheit und großen Erfolgs wurde der Narrenempfang auch von den nachfolgenden Ministerpräsidenten traditionell weitergeführt.

Der VSK versteht sich als Dachorganisation, der an der Saar beheimateten Karnevalsgesellschaften zur Pflege und Förderung heimatlichen Brauchtums. Mit seinen 173 Vereinen und gut 34 500 Mitgliedern (davon rund 12 000 Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre) ist er die drittgrößte kulturtreibende Organisation an der Saar.




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