Hohes Lob an das saarländische Bürgerengagement

Die Zukunft der Regionen in Deutschland: Zwischen Vielfalt und Gleichwertigkeit-



In dem gerade erschienen, 292 starken Bericht des Instituts der Deutschen Wirtschaft berichten Michael Hüther/Jens Südekum und Michael Voigtländer über die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Deutschland.

Dabei wird in einem Kapitel auch die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements in unserer Gesellschaft gesprochen. Erfreulich für uns, dass die saarländischen Verhältnisse besonders hervorgehoben werden und als beispielhaft bezeichnet werden.

Z.B. Seite 272:

"In allen Kommunen Deutschlands gibt es seit Langem eine klassische Vereins- und Verbandsförderung, die zugleich auch das Ehrenamt unterstützt (Jakob, 2009). Allerdings
befinden sich die Kommunen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, was den Aufbau
einer umfassenden Engagementstruktur angeht. Basierend auf einer eigenen Auswertung
der Landesnetzwerke und weiteren Strukturen der Engagementförderung (BBE, 2018)
zeigt sich, dass die Landesnetzwerke unterschiedlich organisiert sind. In der Mehrzahl
der Bundesländer wird das Engagement staatlich gesteuert und von der Gesellschaft vor
Ort reguliert. Zumeist initiiert von der Landesregierung, unterstützen Bürgergemeinschaften,
Kirchen oder Stiftungen auf lokaler Ebene die konkrete Umsetzung der Projekte.
Dies ist jedoch nicht überall so: Im Saarland und in Berlin beispielsweise wurde die
lokale Engagementstruktur ohne staatliche Unterstützung eigenständig von Bürgern
und Organisationen aufgebaut.
Grundsätzlich zielen alle Netzwerke auf den Aufbau und die Förderung des Ehrenamts
ab. Für eine gelingende Umsetzung lassen sich im Wesentlichen drei Erfolgsfaktoren
identifizieren:
■ Informationen bündeln und niedrigschwellig bereitstellen. 
■ Lokale Initiativen koordinieren. 
■ Lokales Engagement fördern und ausbauen. 

Eine besondere Forderung stellen die Autoren in ihrer Zusammenfassung auf:

■ Gefragt sind nicht nur temporäre Förderungen und Leuchtturmprojekte auf lokaler
Ebene, sondern langfristig angelegte kooperative Lösungen und neue Finanzierungsmodelle.
■ Die lokale Politik sollte darauf hinwirken, soziale Netzwerke zu fördern. Kommunen
müssen dafür mit den notwendigen Kompetenzen sowie finanziellen und personellen
Ressourcen ausgestattet werden.

 

 

 




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