Eine ganz kritische Stellschraube in der beruflichen Ausbildung

Das Netzwerk Bildung für alle im Saarland legt den Finger in die Wunde - Ausbildungsabbrüche



rechts Geschäftsführer Nagel von der IHK und Sabine Süss vom Bundesverband der Deutschen Stiftungen

Der Weg aus der Schule in den Beruf ist derzeit ein sehr schwieriges Kapitel in unserer Gesellschaft. Einmal wird die Zahl der Auszubildenden durch den geographischen Wandel eh geringer. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die keinen Bildungsabschluss erreichen ist konstant bei 6 Prozent und die Abbrecherquote bei den Ausbildenden liegt bei 20 Prozent.

Kein Wunder, dass die Ausbildungsberufe nach Fachkräfte schreien und rufen, allein aber keine ausreichende Zahl finden. Dies muss uns aufschrecken und es müssen Anstrengungen unternommen werden, die den Fachkräftemangel beseitigen helfen. Es auffangen zu wollen mit ausländischen Bürgern in der Integrationsphase ist auch ein schwieriges Unterfangen, was nur unzureichend bisher wegen geringerer Sprachkompetenz gelingt.

Genau dieser Knackpunkt führte bei der 4.Tagung des Netzwerk Bildung für alle im Saarland  zu Diskussionen und Vorschlägen. Vom Bundesband der Deutschen Stiftungen war wieder <st1:personname w:st="on">Sabine Süß</st1:personname> nach Saarbrücken gekommen, vor Ort organisierte Das StiftungsForumSaar diese Tagung in der PSD-Bank, zu der immerhin 22 Bildungsexperten kamen.

Vertreter der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und des Wirtschaftsministeriums verdeutlichten die Anstrengungen bei dem Fachkräftesicherungspakt, allein es gibt noch keinen durchschlagenden Erfolg, weil die jungen Menschen in dieser schwierigen Lebensphase oft noch nicht das richtige und/ oder passende Angebot wahrgenommen haben. Die Zahl der Bildungswege und Berufsszweige ist riesig groß, es fehlt die passgenaue Beratung und Betreuuung vor und während der Ausbildungsphase. Dort wo Ausbildungsbegleiter mit persönlicher Beratung konkret anpacken, ist es meist auch von Erfolg gekrönt. Unter dem Strich ist es volkswirtschaftlich mehr als unbefriedigend, dass 20 Prozent unserer Auszubildenden keinen Abschluss hinkriegen oder das Ausbildungsverhältnis abbrechen. Es küssen alle Anstrengungen unternommen werden, diese Negativspirale zu beenden.

Im Netzwerk für Bildung für alle im Saarland soll das Augenmerk jetzt auch stärker auf die gesellschaftliche und politische Relevanz in dieser Frage gelegt werden. Da ist es auch notwendig, dass die Bildungseinrichtungen näher zusammenrücken, sich gegenseitig abstimmten, Netzwerke bilden und an einem Strang ziehen. Das gibt es noch viel zu tun.

Die nächste Tagung im Netzwerk Bildung für alle im Saarland findet im Oktober im Landkreis Neunkirchen statt.




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