Die Saarbrücker Herausforderung feiert einjährigen Geburtstag

44 Kooperationsvorhaben in 600 Arbeitsstunden absolviert



Die Macher bei der Saarbrücker Herausfordung im Board: Elisabteth Ott, Sven Hüther und Anne von Teutul


Die Saarbrücker Herausforderung ist ein Netzwerk, in dem freiwillig engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer aktiv sind. Die Initiative feierte heute im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz ihr einjähriges Bestehen im Blauen Salon der Sparkasse Saarbrücken. Und die Bilanz ist durchweg positiv: 44 Kooperationsvorhaben wurden seit dem Auftakt im Oktober 2017 zusammen mit gemeinnützigen Organisationen, Initiativen und Einrichtungen bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht. 600 Stunden Arbeit wurden für diese gute Sache bereitgestellt. Insgesamt hat das Erreichte einen Gegenwert von etwa 35.000 Euro. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die engagierten Unternehmen und die gemeinnützigen Organisationen, die zusammen Kooperationsvorhaben umgesetzt haben.   

Durch die Kooperationen entsteht ein neues Miteinander, das die Saarbrücker Herausforderung verbreitet, vertieft und auf Dauer sichert. Mit der Saarbrücker Herausforderung entstehen Schritt für Schritt neue Verbindungen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Initiative antwortet auf konkrete Bedarfe im Gemeinwesen und stärkt so den Zusammenhalt in Saarbrücken. Sie geht dabei einen neuen Weg vor dem Hintergrund, dass Gesellschaft und Gemeinwesen komplexen Herausforderungen gegenüberstehen. Mit der heutigen Arbeitsteilung von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Staat werden sie kaum zu überwinden sein.

Kooperationsvorhaben von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen

Bereits viermal haben sich die in der Saarbrücker Herausforderung aktiven Unternehmen getroffen. Acht Unternehmen stellen sich aktuell den Herausforderungen der gemeinnützigen Organisationen und liefern Lösungen durch Logistik, Pro-bono-Leistungen, Anpackprojekte oder Sachspenden. So konnten beispielsweise 30 Schlafsäcke für die Wohnungslosenarbeit der Diakonie organisiert werden, der Stadtbauernhof bei der Umgestaltung ihrer Räumlichkeiten beraten werden oder einem Projekt für Geflüchtete des Deutschen Roten Kreuzes mit Computer-Ausstattung geholfen werden. Das sind nur einige Beispiele, die die engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer in der Saarbrücker Herausforderung aufgegriffen haben. Sie haben Verbindungen zu passenden Unternehmen in der Stadt hergestellt und so das Engagement von Unternehmen zusätzlich ausgeweitet. 

Das Interesse der Allgemeinheit sowie die Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit des Anliegens unterstreicht die Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Peter Gillo, Direktor des Regionalverbands Saarbrücken. Britz sagt: „Die Saarbrücker Herausforderung bringt spannende, zielführende Verbindungen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft hervor - und vor allem noch mehr Talente aus den Reihen der Unternehmen für das Gemeinwohl in der Landeshauptstadt. Sie tun das für die Menschen in den Nachbarschaften und unterstützen Organisationen, die sich bei uns für andere einsetzen. Gemeinnützige Initiativen sind aufgerufen, die Unternehmen mit ihren Ideen und ihren Projekten herauszufordern. Ich freue mich, dass damit alle Beteiligten ihrer Verbundenheit mit der Landeshauptstadt Ausdruck verleihen. Für dieses Anliegen übernimmt die Landeshauptstadt Saarbrücken sehr gerne die Schirmherrschaft.“

Stimmen aus der Bilanz-Pressekonferenz

Elisabeth Ott, Personalreferentin der Union Krankenversicherung sagte mit Blick auf die gemeinnützigen Organisationen in Saarbrücken: „Wir haben hier großen Unterstützungsbedarf. Ohne ehrenamtliches Engagement mit Hilfe zur Selbsthilfe geht es nicht. Die Saarbrücker Herausforderung löst Probleme, die sich bei einzelnen gemeinnützigen Organisationen im Kleinen zeigen. Und sie hat dabei die gesamte Stadtgesellschaft im Blick.“ Gemeinsam mit Sven Hüther, verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement der Sparkasse Saarbrücken, behält sie als Mitglied des Boards den Überblick und ist Kompass und Fernrohr für die Aktivitäten der Initiative.  

Guido Freidinger, Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten der Landeshauptstadt Saarbrücken, sagte: „Was die Saarbrücker Herausforderung in dem einen Jahr auf die Beine gestellt hat, ist bemerkenswert. Vielen Dank an alle engagierten Unternehmen – für ihre Zeit, Ressourcen und Kompetenzen zum Wohle von Saarbrücken.“ In ihrem Grußwort betonte Dagmar Trenz, Beigeordnete des Regionalverbandes Saarbrücken, auch die Einfachheit, mit der Kooperationsvorhaben möglich sind: „Der Regionalverband war von Beginn an von diesem Konzept aus den Niederlanden überzeugt und hat die erstmalige Umsetzung in Saarbrücken als bundesweiten Pilotstandort tatkräftig unterstützt. Engagement ist für uns ein zentrales Element in der Stadtentwicklung. Engagierte Unternehmen, Verwaltungen und soziale Organisationen können zusammen mehr erreichen. „Die Saarbrücker Herausforderung“ bietet hier einen kurzen, unbürokratischen Draht.“ 

Die Sparkasse Saarbrücken hat die Initiative von Beginn an begleitet. Initiator der Saarbrücker Herausforderung ist ihr stellvertretender Vorstandsvorsitzender Uwe Kuntz: „Die Saarbrücker Herausforderung habe ich sehr gerne mit aus der Taufe gehoben, entsprechen die Ziele dieser Initiative doch unserer Philosophie von enger Verbundenheit zu den Menschen in unserem Geschäftsgebiet. Die zahlreichen Kooperationsvorhaben, die bereits umgesetzt wurden, dokumentieren, dass sich die Initiative innerhalb kürzester Zeit äußerst positiv entwickelt hat. Die erfolgreiche Umsetzung der Konzeptidee trägt dazu bei, die Lebensqualität zu steigern, Engagement und Enthusiasmus für ein produktives Miteinander in Saarbrücken zu entfachen und den sozialen Zusammenhalt zu festigen.“

Der Boden für die Saarbrücker Herausforderung wurde seit Anfang des Jahres 2017 bereitet. Träger der Saarbrücker Herausforderung ist die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT. Ihr Präsident Hans Joachim Müller sagte: „Natürlich haben wir auch Ressourcen für die Saarbrücker Herausforderung zur Verfügung gestellt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, Unternehmen für Engagement für das Gemeinwesen zu gewinnen. Verlässliche Strukturen für Verbindungen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft gehören einfach dazu.“

Engagiert in der Saarbrücker Herausforderung

Ins Leben gerufen und überblickt wird die Saarbrücker Herausforderung von den Mitgliedern des Boards aus der Union Krankenversicherung AG und der Sparkasse Saarbrücken. Aktiv in der Anbahnung von Kooperationen und bei ihrer Durchführung ist die Matching-Gruppe mit den Unternehmen Garn Consulting, Marvya Webdesign und Online Marketing, Metallbau Paul, oni.co – vertikale ess.bar, Rolladen Kessler GmbH, die Saarländische Investitionskreditbank AG, die Sparkasse Saarbrücken sowie die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberaterkanzlei Alexander Kuntz. 

Ein Beirat begleitet die Initiative und bringt ihr Fachwissen ein: das Amt für soziale Angelegenheiten und das Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Saarbrücken, der DRK Landesverband Saarland, die IHK Saarland, die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V., der NABU Landesverband Saarland, die Paritätische Gesellschaft für Gemeinwesenarbeit gGmbH, der Regionalverband Saarbrücken und die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz. 

Zum Unterstützerkreis gehören das A1-Netzwerk, die BlackDoor Filmproduktion, der Frau & Handwerk Landesverband Saar e.V., das IN-Szene Media Netzwerk für Kommunikation Saar-Lor-Lux, Notar Stefan Weber, die SHS Foundation, die Stiftung Lichtblick, die Stiftung Bürgerengagement Saar sowie die Wirtschaftsjunioren Saarland. 


Ansprechpartnerin, Anne von Teutul

Koordinatorin der Saarbrücker Herausforderung, Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V.

Richard-Wagner-Straße 6, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681 93859-740, wirtschaft@pro-ehrenamt.de

 SZ-Beitrag

 

 

 

 

 




Diese Seite auf Facebook teilen


 
© 2011 PRO EHRENAMT > Startseite > Pro Ehrenamt > Aktuelles