Fünf Jahre Lernpaten Saar - ein Erfolgskonzept

Die Corona-Krise hat die die Initiative zurückgeworfen

 
 

Welches Rüstzeug braucht ein Kind fürs Leben? Auf diese Frage wird es viele unterschiedliche Antworten geben. Auf eins können sich aber vermutlich die meisten Menschen einigen: ein guter Schulabschluss öffnet viele Türen. Für eine gelungene Schulkarriere braucht ein Kind aber wiederum vor allem eines: wohlwollende Erwachsene, die das Kind unterstützen. Im Idealfall sind das die Eltern. Wo die, aus welchen Gründen auch immer, ausfallen, springen im Saarland seit fünf Jahren die Lernpaten ein. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die von den Schulen für Kinder mit besonderem Bedarf angefordert werden können.

Einen besonderen Bedarf haben beispielsweise Kinder, die erst seit kurzem in Deutschland sind und die einfach kaum Deutsch sprechen. Aber auch der klassische Zappelphilipp oder Kinder aus prekärem häuslichem Umfeld, deren Eltern mehr Belastung als Unterstützung für die Kinder sind. Lernpaten springen dort ein, wo Eltern und Schule überfordert sind.

Ein Schulabschluss für alle Kinder! Das haben sich die Lernpaten auf die Fahne geschrieben und je früher sie ansetzen, desto erfolgreicher können sie sein. In regelmäßigen Abständen werden Freiwillige in einem 36-stündigen Kurs zu ehrenamtlichen Lernpaten ausgebildet. Es gibt regionale Gruppen, die sich zum regelmäßigen Austausch, aber auch zu gemeinsamen Ausflügen treffen. Dadurch haben auch die Helfer ein Hilfsnetz. Das Projekt Lernpaten Saar mündet bei Gelingen in echte Win-Win-Situationen und kann in den seltenen Fällen des Scheiterns bitter sein.

Carmen Bachmann hat für „Land und Leute“ am Sonntag, 6. September, 12.30 Uhr, Kinder und ihre Lernpaten getroffen und mit den Machern im Hintergrund gesprochen. Im Anschluss an die Sendung ist das Feature auch im SR 3 Podcast und auf YouTube abrufbar.

 
 
 

 


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