Was im Saarland ab Pfingstdienstag wieder erlaubt ist

Bis zu zehn Per­so­nen dür­fen sich ab Mon­tag im Saar­land tref­fen

Die kon­stant ein­stel­li­ge Zahl an Neu­in­fek­tio­nen im Saar­land macht es mög­lich: Die Lan­des­re­gie­rung lo­ckert wei­ter die Be­schrän­kun­gen auf­grund der Co­ro­na-Pan­de­mie. Am Frei­tag ver­ab­schie­de­te der Mi­nis­ter­rat ei­ne neue Rechts­ver­ord­nung, die am Mon­tag in Kraft tritt und vor­erst bis zum 14. Ju­ni gül­tig ist. Fra­gen und Ant­wor­ten zu den wich­tigs­ten Än­de­run­gen – und zu den Ein­schrän­kun­gen, die wei­ter­hin gel­ten:

Mit wem darf ich mich ab Mon­tag wie­der tref­fen?

Laut Ver­ord­nung sind ab 1. Ju­ni Zu­sam­men­künf­te von bis zu zehn Per­so­nen er­laubt. Da­bei spielt es kei­ne Rol­le, aus wie vie­len Haus­hal­ten die­se Zahl an Men­schen kommt. Im Krei­se der en­ge­ren Ver­wand­ten zu­züg­lich ma­xi­mal ei­nes wei­te­ren Haus­hal­tes sind so­gar Tref­fen mit mehr als zehn Per­so­nen mög­lich.

Muss ich in­ner­halb die­ser Grup­pe ei­nen Min­dest­ab­stand be­ach­ten?

Nein, das ist laut Rechts­ver­ord­nung bei ei­ner sol­chen Zu­sam­men­kunft nicht not­wen­dig. Zu Per­so­nen au­ßer­halb der ei­ge­nen Grup­pe be­steht wei­ter­hin ein Min­dest­ab­stand von 1,50 Me­tern. Ge­ra­de die Gas­tro­no­mie be­grüßt die­se Lo­cke­rung: „Mit den neu­en Re­geln fällt es vie­len Gas­tro­no­men und Ho­te­liers nun et­was leich­ter zu öff­nen, be­zie­hungs­wei­se die Be­trie­be of­fen zu hal­ten“, sag­te Gud­run Pink, Prä­si­den­tin des Gast­stät­ten­ver­ban­des De­ho­ga, laut Mit­tei­lung des Saar-Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums. „Dass nun zehn Per­so­nen auch wie­der ge­mein­sam an ei­nem Tisch sit­zen dür­fen, oh­ne un­ter­ein­an­der den Min­dest­ab­stand ein­hal­ten zu müs­sen, ist nicht nur für die Gas­tro­no­mie wich­tig, son­dern bringt auch ei­ne deut­li­che Ver­bes­se­rung der Le­bens­qua­li­tät für al­le Saar­län­de­rin­nen und Saar­län­der.“

Gibt es sons­ti­ge Er­leich­te­run­gen für die Gas­tro­no­mie?

Ja. Eben­falls ab Mon­tag dür­fen Gast­stät­ten bis 23 Uhr statt wie bis­her bis 22 Uhr öff­nen. Für Ho­tels und Be­her­ber­gungs­be­trie­be ent­fällt zu­dem die ma­xi­mal zu­läs­si­ge Be­le­gungs­quo­te von 75 Pro­zent der Zim­mer. So­mit kön­nen wie­der un­be­grenzt Gäs­te auf­ge­nom­men wer­den, so­lan­ge die all­ge­mei­nen Ab­stands- und Hy­gie­ne­re­geln ein­ge­hal­ten wer­den.

Ist Sport in Grup­pen eben­falls er­laubt?

Ja, so­fern auch hier die Be­gren­zung auf ma­xi­mal zehn Per­so­nen ein­ge­hal­ten wird. Zu­dem muss der Sport grund­sätz­lich kon­takt­frei be­trie­ben wer­den. Fuß­ball­spie­le mit Zwei­kämp­fen sind al­so auch in klei­nen Grup­pen ver­bo­ten. Aus­nah­men gibt es un­ter be­stimm­ten Auf­la­gen für den Be­rufs­sport.

Wann öff­nen die Bä­der wie­der?

Frei-, Hal­len- und Strand­bä­der so­wie Ther­men dür­fen ab dem 8. Ju­ni wie­der öff­nen – un­ter in­fek­ti­ons­schutz­recht­li­chen Auf­la­gen der Orts­po­li­zei­be­hör­den. So müs­sen et­wa Min­dest­ab­stän­de si­cher­ge­stellt und die Be­su­cher­zahl be­grenzt wer­den (Sie­he auch Sei­te B 1).

Was ist mit den Ki­tas?

Die saar­län­di­schen Ki­tas wer­den am 8. Ju­ni den Re­gel­be­trieb wie­der auf­neh­men – wenn auch mit Ein­schrän­kun­gen. So wird es laut Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um et­wa Grup­pen­tren­nun­gen ge­ben, da­mit In­fek­ti­ons­ket­ten nach­voll­zo­gen wer­den kön­nen. Bis zum 7. Ju­ni wird wei­ter­hin ei­ne Not­be­treu­ung an­ge­bo­ten.

Was wird per­spek­ti­visch wie­der er­laubt?

Thea­ter, Opern- und Kon­zert­häu­ser so­wie ähn­li­che Ein­rich­tun­gen dür­fen ab dem 15. Ju­ni un­ter Auf­la­gen wie­der öff­nen. Ab die­sem Tag sind auch klei­ne­re Ver­an­stal­tun­gen wie­der mög­lich – und zwar mit bis zu 50 Teil­neh­mern in ge­schlos­se­nen Räu­men so­wie mit bis zu 100 Per­so­nen un­ter frei­em Him­mel. Al­ler­dings müs­sen Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als zehn Per­so­nen grund­sätz­lich bei der Orts­po­li­zei­be­hör­de an­ge­mel­det und be­stimm­te Hy­gie­ne-Auf­la­gen er­füllt wer­den.  

 Sieht auch die neue Rechts­ver­ord­nung ei­ne Mas­ken­pflicht vor?

Ja, in be­stimm­ten Si­tua­tio­nen muss auch künf­tig ein Mund- und Na­sen­schutz ge­tra­gen wer­den – et­wa in Ge­schäf­ten und im öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr. Grund­sätz­lich muss der je­wei­li­ge Be­trei­ber ei­ner Ein­rich­tung auf die­se Ver­pflich­tung hin­wei­sen.

 

SZ vom 30.Mai 2020 (von Ger­rit Dau­els­berg)

 


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