Pro Ehrenamt - Gute Geschäfte

09.11.2015

Fitt für Kooperationen mit Unternehmen

Bei der Abschlussveranstaltung des Qualifizierungsangebots „Gute Sache“ stellten die Teilnehmer in der Saarbrücker Geschäftsstelle der PSD Bank RheinNeckarSaar eG ihre Projektarbeiten vor und erhielten ihre Zertifikate.

Wenn Unternehmen mit sozialen Einrichtungen zusammenarbeiten, profitieren alle Beteiligten. „Wir haben gelernt, dass die Kooperation mit Unternehmen ein Geben und Nehmen ist, und dass wir als soziale Einrichtung auch viel zu geben haben.“ So brachte Julia Afgan von der Katholischen Familienbildungsstätte Saarbrücken e.V. eine wichtige Erkenntnis auf den Punkt, die sie bei dem Qualifizierungsangebot „Gute Sache“ gewinnen konnte. 

Je zwei VertreterInnen gemeinnütziger Organisationen aus Saarbrücken hatten bei „Gute Sache“ in den vergangenen acht Monaten die Gelegenheit, sich in Workshops, Seminaren und einer Projektarbeit mit der Frage zu beschäftigen, wie sie Unternehmen ansprechen sollten, um sie für eine Kooperation zu gewinnen. So bereitete beispielsweise die Katholische Familienbildungsstätte Saarbrücken e.V. eine Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse vor, um SeniorInnen zu finden, die bereit sind, Familien als „Großeltern“ zu unterstützen.

Ermöglicht wurde die „Gute Sache“ von der Stiftung PSD L(i)ebensWert und Repa Druck sowie durch engagierte Unternehmen, die die Organisationen bei der Ausarbeitung ihrer Projektideen unterstützten, darunter  die FiTT gGmbh, die FBO Agentur für Marketing und Neue Medien, Saarstahl und die VSE.

„Nonprofit-Organisationen fällt es oft schwer, an Firmen heranzutreten und sie davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, sie bei einem Projekt zu unterstützen. Dabei sind unserer Erfahrung nach sehr viele Unternehmen im Saarland gerne bereit, sich einzubringen, wenn sie von der Idee überzeugt sind“, weiß Hans Joachim Müller, Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Pro Ehrenamt. Gemeinsam mit dem Regionalverband Saarbrücken ist die LAG Pro Ehrenamt im Saarland der Regionalpartner des gemeinnützigen Netzwerks UPJ, das die „Gute Sache“ bundesweit auf den Weg gebracht hat.

„Gesellschaftliche Probleme sind nur gesamtgesellschaftlich zu lösen“, betonte Dirk Sold, Projektleiter vom UPJ-Büro Saarland, bei der Abschlussveranstaltung in der Saarbrücker Geschäftsstelle der PSD Bank RheinNeckarSaar eG. Silke Weiskircher, die Ehrenamtsbeauftragte der PSD Bank, war beeindruckt von der Vielfalt der Projekte: „Ich freue mich angesichts der aktuellen Situation vor allem darüber, dass in diesem Jahr auch einige Projekte für Flüchtlinge bei der ‚Guten Sache’ vertreten sind.“

Zum Abschluss übergaben Dirk Sold, Hans Joachim Müller und Marc Duchene, Mitarbeitervertreter im Kuratorium der Stiftung PSD L(i)ebensWert, die Zertifikate an die Katholische Familienbildungsstätte Saarbrücken e.V., das „Grüne Haus“ Schülerzentrum Völklingen, das Mehrgenerationenhaus Saarbrücken, das AWO – Sozialpädagogische Netzwerk (SPN), die Stiftung Bürgerengagement Saar, den Verein 2. Chance Saarland e.V., die Stadt Völklingen und den DiTiB Landesfrauenverband Saarland.

SZ-Bericht


Ein Füllhorn toller Projekte ist gestaltet worden

Die Experten Frau Dr. Heike Werle von COSMOS und Herr Alexander Kuntz (KPMG) gaben ein Urteil ab

Im Herbst 2013 konnte dank der Unterstützung des Sparkassenverbandes, der Firma repa-Druck, der CosmosDirekt und der IHK Saarland das neue Qualifizierungsprogramm GUTE SACHE im Regionalverband Saarbrücken starten.

Jetzt gab es in der IHK einen würdigen Rahmen zum Abschluss der Initiative.

Bei dieser Veranstaltungsreihe des UPJ-Büro's Saarland haben acht gemeinnützige Vereine und Einrichtungen aus ganz unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen sich für die Zusammenarbeit mit Unternehmen fachlich qualifiziert und erste Praxisprojekte entwickelt.

IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch begrüßte die Gäste und stellte die Bedeutung der sozialen Verantwortung in den Wirtschaftsunternehmen für die Gesellschaft heraus. Besonders im Saarland sind diese Eigenschaften und Kompetenzen besonders hoch zu bewerten: "Wir sind auf einem guten Weg"

Auf die acht verfügbaren Plätze hatten sich zwölf Organisationen aus dem Regionalverband beworben. Die Teilnehmer sind: Miteinander Leben Lernen gGmbH, die LAG Pro Ehrenamt, der AWO Landesverband, der Caritasverband, das Diakonisches Werk, das Deutsche Rote Kreuz, der Kinderschutzbund und das ZBB Saarbrücken.

PRO-EHRENAMT-Präsident Hans Joachim Müller skizzierte die verschiedenen Module für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, Handwerksbetrieben und Dienstleistungsfirmen und unterstrich die erfolgreiche Netzwerkpolitik der letzten 14 Jahren. PRO EHRENAMT hat unter Beweis gestellt, dass man mit der Wirtschaft sehr zielgerichtet und konstruktiv zusammenarbeiten, Beratungsgespräche führen und kreative und spannende Projektideen entwickeln kann, zum beiderseitigen Gewinn.

In Wort und Bild haben sich die verschiedenen Projekte vorgestellt, die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsunternehmen erläutert und die praktische Umsetzung - mit all ihren Problemstellungen - geschildert.

Projektleiter Dirk Sold vom UPJ-Büro Saarland zeigte sich sehr zufrieden über die Mitarbeit, das Engagement und die Kreativität der Projektpartner.

Auf ein Neues im nächsten Jahr: Die "Gute Sache" wird im nächsten Jahr wieder angeboten.

Kontakt  Dirk Sold, Telefon: +49 681 506-5166, Fax: +49 681 506-5190

E-Mail: dirk.sold@rvsbr.de, 66117 Saarbrücken, Heuduckstraße 1

Das UPJ-Regionalbüro Saarland wird gemeinsam vom Regionalverband Saarbrücken und der LAG PRO EHRENAMT geleitet. 

siehe Präsentation

 

 



"Gute Sache" bringt Unternehmen und Organisationen an einen Tisch

Dirk Sold führt gekonnt durch das Seminar

Der Regionalverband Saarbrücken ist einer von bundesweit sieben Standorten, an denen das Qualifizierungsprojekt „Gute Sache“ jetzt gestartet ist. Die teilnehmenden gemeinnützigen Organisationen sollen lernen, wie man jenseits von Spenden und Sponsoring erfolgreich mit Unternehmen kooperieren kann. Auf die acht verfügbaren Plätze hatten sich zwölf Organisationen aus dem Regionalverband beworben. Die Teilnehmer sind: Miteinander Leben Lernen gGmbH, die LAG Pro Ehrenamt, der AWO Landesverband, der Caritasverband, das Diakonisches Werk, das Deutsche Rote Kreuz, der Kinderschutzbund und das ZBB Saarbrücken.

Nach den Worten von Regionalverbandsdirektor Gillo geht es bei dem Projekt darum, Hürden zwischen Unternehmen und Organisationen abzubauen: „Viele Unternehmen wollen nicht einfach nur Geld spenden, sondern suchen nach sinnvollen Möglichkeiten sich sozial zu engagieren. Zum Beispiel können Firmen Know-How, kostenfreie Dienstleistungen oder logistische Unterstützung anbieten. Wenn Organisationen mit kreativen Ideen aus diesem Bereich an Unternehmen herantreten, kann viel Gutes daraus entstehen – eine ‚Gute Sache’ eben!“

Je zwei Mitarbeiter jeder teilnehmenden Organisation werden in den kommenden Monaten in drei Seminaren und zwei Workshops weitergebildet. Sie erfahren von kompetenten Referenten zum Beispiel, welche Anforderungen Unternehmen an ihre gemeinnützigen Partner stellen oder wie sie die eigenen ideellen Ziele den möglichen Partnern aus der Wirtschaft am besten vermitteln können. Fester Bestandteil der Qualifizierung ist ein Praxisprojekt, in dem das erworbene Wissen umgesetzt und eine konkrete Kooperation mit einem Unternehmen eingegangen wird. Das Kooperationsprojekt sollte bis Juni abgeschlossen sein und bei einer Abschlussveranstaltung Mitte Juni 2014 präsentiert werden.

Gute Sache ist selbst Ergebnis einer Kooperation: Das Qualifizierungsprogramm wurde gemeinschaftlich von der Bertelsmann Stiftung, den Unternehmen Generali, KPMG, RWE und dem gemeinnützigen Corporate Citizenship- und CSR-Netzwerk UPJ entwickelt. In Saarbrücken wird das Programm vom Regionalverband Saarbrücken und der LAG Pro Ehrenamt umgesetzt und vom Sparkassenverband und von Repa Druck unterstützt.

 


Auftakt-Veranstaltung für "Gute Sache"

Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung
Peter Gillo präsentiert "Gute Sache"

Gute Sache ist ein bundesweites Qualifizierungsangebot für

gemeinnützige Organisationen, die eine verstärkte Kooperation mit Unternehmen jenseits von Spenden und Sponsoring suchen und sich dafür wirkungsvoll qualifizieren wollen.  Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, Hans-Joachim Müller (LAG), André Koch-Engelmann (UPJ Frankfurt) und Alexander Kuntz (KPMG) stellten sich den Fragen von Dirk Sold (UPJ Saarland) und der anwesenden Gäste.

Wie finde ich passende Unternehmen, die zu meinen eigenen Zielen passen? Wie kann ich mich von dem Gedanken lösen, dass ich nur von Geldspenden profitieren kann? Wie funktioniert Know-how-Transfer in der Praxis? 

Durch die Unterstützung vom Sparkassenverband und von Repa Druck können wir Gute Sache ab dem 02. Dezember 2013   für gemeinnützige Vereine und Einrichtungen aus dem Regionalverband Saarbrücken anbieten. Das Qualifizierungsprogramm dauert etwa neun Monate und umfasst 3 Seminare, 2 Workshops, Hausaufgaben und ein Praxisprojekt. Interessierte Organisationen können sich bis zum 15.11.2013  um die

Teilnahme bewerben. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Weitere

Informationen zum Qualifizierungsprogramm, zu den Teilnahmebedingungen und Bewerbungsmodalitäten entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt in der Anlage.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Sold unter der Telefonnummer 0681-506 5166 gerne zur Verfügung.

UPJ Servicebüro Saarland informiert über bundesweites

Qualifizierungsangebot.

Bewerbung 


Kooperationen zwischen Unternehmen und Ehrenamt

Die großen Herausforderungen der Gegenwart sind zu komplex, als dass sie noch mit der traditionellen Zuständigkeits- und Arbeitsteilung bearbeitet werden könnten. Alle neuen Lösungen für die Bearbeitung von Krisenphänomenen bringen früher oder später immer auch neue soziale, wirtschaftliche, kulturelle, politische Praktiken, Bearbeitungs- und Organisationsformen hervor.

Vor diesem Hintergrund gewinnen auch neue gesellschaftliche Kooperationen zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, engagierten Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung eine weitreichendere Bedeutung: Hier wird - eingebettet in den Alltag und anhand konkreter praktischer Herausforderungen - eine neue Balance von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bei der Bearbeitung  gesellschaftlicher Probleme entwickelt und im Sinne eines übergreifenden gemeinsamen Interesses am Gemeinwohl erprobt. Jedes Kooperationsprojekt - wenn es über die traditionelle Spenden- und Sponsoring-Praxis hinaus geht - trägt den Keim einer neuen Problemlösung in sich und vermittelt im Alltag verankerte praktische Erfahrungen der beteiligten Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen mit dieser neuen „Verantwortungsteilung“ und den dazu gehörigen sozialen und kulturellen Praktiken.

 Ein ganz spannendes Thema, das wir den ehrenamtlichen Gruppierungen im Saarland anbieten können.

Ausschreibung



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