15.12.2014

Gesellschaftliche Verantwortung gewünscht - Berliner UPJ-Aufruf

Die Zusammenarbeit zwischen UPJ und der Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT ist schon seit 2007 sehr intensiv. PRO EHRENAMt profitiert von den glänzenden Verbindungen und dem Know-how von UPJ als Dachorganisation in Deutschland. Andererseits hat sich PRO EHRENAMT als regionaler Partner herauskristallisiert, der in vielen Feldern hervorragende Arbeit leistet.

Bei den vielen Zeitspenden-Projekt, beim Wettbewerb aktiv & engagiert, bei den Marktplätzen in Saarbrücken, Neunkirchen und St. Wendel, bei der guten Sache für Non-Profit-Organisationen und letztlich beim dem großen CSR-Projekt, das über 2 1/2 Jahre in enger Kooperation mit Berlin durchgeführt wurde: acht große saarländische Unternehmen sind in den Feldern Unternehmenserfolg, Umwelt-Bewusstsein, Mitarbeiterförderung und Einbindung in das soziale Umfeld beraten und geschult worden.

Das UPOJ-Büro Saarland wird gemeinsam getragen von der Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT und dem Regionalverband Saarbrücken (Jugendbüro).

Die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT hat den Berliner UPJ-Aufruf unterzeichnet.

Berliner Aufruf


Erfolgreiches Unternehmensengagement

Vor knapp 2 Jahren startete CSR Regio.Net Saarland als eines von acht deutschen Netzwerken mit regionalen mittelständischen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Das Ziel: die Chancen und Möglichkeiten von Corporate Social Responsibility (CSR) kennen lernen und zu einer individuell passenden CSR-Strategie finden. 

Inzwischen wurden insgesamt fünf gemeinsame Workshops absolviert, in denen sich die Unternehmen intensiv in das Thema CSR - auf Deutsch: Verantwortliche Unternehmensführung- eingearbeitet haben. Strukturiert in die Handlungsfelder Markt, Umwelt, Arbeitsplatz und Gemeinwesen wurden Theorie und Praxis des Themas vermittelt. Ergänzt wurde die Qualifizierung durch Einzelberatungen bei den teilnehmenden Unternehmen. Es wurden individuelle Maßnahmenfahrpläne entwickelt und das Thema CSR strategisch in der jeweiligen Organisation verankert.

Zum Ende der Projektlaufzeit hat das Netzwerk nun die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit bei der IHK Saarland präsentiert, die teilnehmenden Unternehmen für ihren Einsatz gewürdigt und gemeinsam mit den anwesenden Gästen aus Politik und Wirtschaft neue Perspektiven für das Thema CSR im Saarland entwickelt.

Die Botschaft war eindeutig: unabhängig von Unternehmensgröße und -branche lohnt es sich für die Unternehmen, nachhaltig zu wirtschaften. Verantwortliche Unternehmensführung ist nicht Luxus, sondern ökonomisch sinnvoll, wenn es um den Erhalt und die Sicherung des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze geht. „Wir haben gelernt, die richtigen Fragen zu stellen und die richtigen Themen mitzudenken, wenn es um die Weiterentwicklung des Unternehmens geht“, lautet somit auch das Fazit von Frank Detemple, Personalleiter bei der V&B Fliesen GmbH. Regelmäßige Treffen eines interdisziplinären „CSR-Teams" sichern diese Vorgehensweise in seinem Haus.

CSR Regio.Net wird von UPJ gemeinsam mit regionalen Partnern in acht Regionen Deutschlands umgesetzt. Insgesamt beteiligen sich rund 75 mittelständische Unternehmen. Regionaler Partner im Saarland ist die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V. Die LAG hat zum Ziel, bürgerschaftliches Engagement zu fördern und dabei das Engagement von Einzelnen, Initiativen, Vereinen und Unternehmen durch Beratung, Qualifizierung und Projekte zu unterstützen.
Für ihre erfolgreiche Teilnahme an CSR Regio.Net Saarland ausgezeichnet wurden:

·        kohlpharma GmbH

·        V&B Fliesen GmbH

·        Braun-Klein Siebdruck-Vertriebs-GmbH

·        Mercedes-Benz Bank AG Service Center Saarbrücken

·        pregoservices GmbH

·        Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG

·        Wasserversorgung Ostsaar GmbH

 Ansprechpartner (auch für zukünftige Seminare) bei der LAG PRO EHRENAMT e.V.: Patrick Dörr, kontakt@pro-ehrenamt.de, 0 681 - 37 99 264

SZ-Bericht vom 11.7.2014


CSR Regio.Net: Jetzt wird es spannend!

Letzte Runde in der Qualifizierungsreihe für Unternehmen im Saarland

Villeroy & Boch Fliesen, Kohlpharma, Famis GmbH, Mercedes-Benz-Banking Services GmbH, prego Services GmbH, Braun Klein Siebdruck VertriebsGmbH, Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG und Wasserversorgung Ost-Saar GmbH….. die Liste hört sich wie ein „who-is-who“ der saarländischen Wirtschaft. 

Patrick Dörr, Projektmanager des UPJ Servicebüros Saarland und Geschäftsstellenleiter der LAG Pro Ehrenamt arbeitet im dritten Jahr mit diesen Firmen zusammen. Dabei suchen die Unternehmen gemeinsam nach Möglichkeiten, unternehmerisches Engagement stärker als bisher zu bündeln und soziale, ökologische und ökonomische Belange systematischer in alle Bereiche der Unternehmenstätigkeit zu integrieren.

EAN: Herr Dörr, es ist Zeit eine Halbzeitbilanz zu ziehen. Wie läuft das CSR Regio.Net?

Wir sind sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen unserer Zusammenarbeit. Wir starten nun mit den beteiligten Unternehmen in die dritte und letzte Runde der Inhouse.-Beratungen. Die Analyse in den einzelnen Unternehmen ist abgeschlossen und eine Fülle an Informationen wurde durch unsere Trainer transportiert. Jetzt gilt es die geplanten Maßnahmen umzusetzen. Also, jetzt wird es richtig spannend.

Parallel dazu bereiten wir unseren fünften Netzwerk-Workshop vor. Neben dem fachlichen Input ist das eine gute Möglichkeit für die Teilnehmer, sich über die CSR-Aktivitäten und -Projekte ihrer Unternehmen auszutauschen.

Und diese gemeinsamen Veranstaltungen machen besonderen Spaß. Da man sich seit mittlerweile 2 Jahren kennt und regelmäßig trifft, herrscht ein sehr vertrauensvoller Umgang untereinander.

EAN: Wie muss man sich diese Inhouse-Beratung vorstellen? Was passiert da genau?

Kern der Beratungsphilosophie bei CSR Regio.Net ist es, den teilnehmenden Unternehmen kein Einheitskonzept überzustülpen, sondern praxisnah von dem auszugehen, was im Unternehmen bereits vorhanden ist und dann individuell die CSR-Strategie zu entwickeln.

Dazu wurden gemeinsam mit den Unternehmen Maßnahmenfahrpläne erarbeitet, die aufzeigen, welche CSR-Ziele das jeweilige Unternehmen erreichen will, welche Maßnahmen zu diesen Zielen führen und wer sie wann wie umsetzt. Das bedeutet auch, dass CSR im Unternehmen und seinen Prozessen verankert sein muss. Daher wird parallel ein passendes Modell für die organisatorische Verankerung von CSR im jeweiligen Unternehmen erarbeitet.

EAN: Was heißt „Maßnahmen umsetzen“, werden da bunte Broschüren gedruckt?

Nein, ganz im Gegenteil. Zunächst wurde bei der Beratung der Status Quo von CSR im jeweiligen Unternehmen analysiert. Berater und Unternehmensvertreter haben das Unternehmen gemeinsam aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und beleuchtet, welche CSR-Maßnahmen bereits durchgeführt werden. Auf dieser Basis werden Schwerpunkte gesetzt und ein detaillierter Maßnahmenfahrplan für die verschiedenen Handlungsfelder und übergreifende Themen wie Kommunikation sowie interne Organisation erarbeitet.

Zum Beispiel werden zur Zeit im Handlungsfeld Gemeinwesen Freiwilligentage für Mitarbeiter getestet, andere finden einen guten Weg sich regelmäßig sozial zu engagieren oder beteiligen sich bei der Ehrenamtskarte.

Beim Thema Arbeitsplatz geht es u.a. oft um den Ausbau des betrieblichen Gesundheitsmanagements oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu kommen noch Aktivitäten in den Bereichen Umwelt und Markt. Da ist sehr vieles in Bewegung.

Wenn nur die Hälfte von den Vorhaben umgesetzt wird, wird das Saarland als Arbeits- und Lebensort sicher noch schöner. Die beteiligten Unternehmen sind sehr rege dabei in unterschiedlichen Bereichen sich zu verbessern.

EAN: Und wie können andere Unternehmen von Ihrem Know-how profitieren?

Einfach bei mir melden, ich vereinbare gerne einen unverbindlichen Informationstermin.

 

Weitere Informationen: Patrick Dörr, Tel.: 0681 3799264, E-Mail: kontakt@pro-ehrenamt.de 


Verantwortliche Unternehmensführung im Mittelstand

Wenn es um den Beitrag der Wirtschaft zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft geht, fällt immer häufiger der Begriff Corporate Social Responsibility (kurz CSR). Dahinter steckt die Erfahrung, dass verantwortlich handelnde Unternehmen nicht nur eine positive gesellschaftliche Entwicklung fördern, sondern damit auch die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Wir haben in einem Pilotprojekt für das Saarland durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Gelegenheit erhalten, den Unternehmen im Saarland kostenfrei die Möglichkeit zu eröffnen, sich im Bereich CSR mit anderen Unternehmen gemeinsam zu qualifizieren und durch erfahrene Experten für die Entwicklung und Umsetzung einer individuellen CSR-Strategie beraten zu lassen.

Getragen und umgesetzt wird CSR Regio.Net Saarland von der Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V., gemeinsam mit der UPJ-Bundesinitiative.

Ansprechpartner ist für Sie:
Patrick Dörr, Projektleiter
Tel. 0681/3799-264
kontakt@pro-ehrenamt.de

Informationen zum Projekt

Das Bundes-Gesamtprojekt mit den acht UPJ-Partnern wird dargestellt auf der Internetseite www.csrregio.net.


CSR-Projekt nimmt Fahrt auf - Ein Interview

Herr Dörr, was bedeutet Corporate Social Responsibility?

Corporate Social Responsibility bedeutet übersetzt „Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung“. Unternehmen sollten also freiwillig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und diese Aktivitäten müssen in enger Verbindung mit deren Kerngeschäft stehen - erst dann spricht man von CSR. Das reicht also von verantwortlicher Unternehmensführung in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit dem direkten gesellschaftlichen Umfeld (Gemeinwesen).

 

Seit diesem Jahr unterstützt das UPJ - Servicebüro Saarland - im Rahmen von „CSR Regio.Net“ Unternehmen auch bei einer strategischen Herangehensweise an ihre gesellschaftliche Verantwortung (CSR). Wie wird dieses Angebot im Saarland angenommen?

 

Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Das Angebot richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen im Saarland. Ziel ist es, mittelständische Unternehmen durch Information, Qualifizierung, Vernetzung sowie individuelle Beratung dabei zu unterstützen, Ihre CSR - Aktivitäten weiter zu stärken. Der Aufbau eines dauerhaften, informellen Netzwerkes unter den teilnehmenden Firmen ist ein weiteres Ziel.

 

Und wer stellt sich im Saarland ganz konkret dieser Herausforderung?

Im Saarland nehmen die VSE – Töchter Famis GmbH und die prego-services GmbH, die Mercedes-Benz Banking Services GmbH, Wasserversorgung Ostsaar, Globus, die Braun Klein Siebdruck Vertriebs GmbH sowie  Villeroy & Boch Fliesen und Kohlpharma teil.

 

Und müssen die Unternehmen dafür etwas bezahlen? 

Nein, CSR Regio.Net wird im Rahmen des Programms "CSR – Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert. An CSR Regio.Net beteiligen sich rund 80 mittelständische Unternehmen aus den acht Regionen Braunschweig, Rhein-Neckar, Nürnberg, Potsdam, Ruhrgebiet, Schwerin und Westmecklenburg, Wiesbaden und Saarland.

Projektträger ist UPJ e.V., Berlin, deren Mitarbeiter maßgeblich das fachliche Know-How einbringen und auch vor Ort die Workshops und Inhouse-Beratungen begleiten.

 

Und was versteckt sich hinter dem Verein UPJ e.V.?

UPJ koordiniert ein einzigartiges bundesweites Kompetenznetzwerk von über 25 erfahrenen regionalen Mittlerorganisationen aus 15 Bundesländern. Im Saarland betreiben die LAG Pro Ehrenamt und der Regionalverband Saarbrücken das regionale Büro gemeinsam. UPJ ist zudem ein Netzwerk mit über 30 engagierten Unternehmen, wie z.B. SAP, BMW, Focus-Magazin, e.on, Generali, KPMG, um nur einige zu nennen.

Mit der Erfahrung aus mehr als fünfzehn Jahren Praxis fördert UPJ lokal, regional, national und gemeinsam mit internationalen Partnern neue Soziale Kooperationen im Gemeinwesen und eine verantwortliche Unternehmensführung durch Vernetzung, Information, Beratung und Projekte.

 

Wie läuft die Zusammenarbeit einer Non-profit-Organisation mit Unternehmen ab?

Zuerst haben wir zwei intensive, ganztägige Workshops mit den Unternehmensvertreter/innen durchgeführt, die ausgesprochen engagiert und interessiert angenommen wurden. Derzeit finden individuelle Inhouse-Beratungen statt, d.h. wir beraten die Unternehmen in unserem Netzwerk  bei der Implementierung einer CSR-Strategie im Unternehmen.

Bisher können wir mit der Resonanz aus dem Teilnehmerkreis sehr zufrieden sein.

 

Gibt es für Dich Firmen, die da vorbildlich sind?

Ich will da jetzt niemanden besonders hervorheben. Es gibt im Saarland viele Unternehmen, vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Weltkonzern, die sich stark engagieren.

Seit 2006 loben wir gemeinsam mit der IHK des Saarlandes und dem Ministerium für Wirtschaft  einen Wettbewerb aus: „aktiv & engagiert“, bei dem wir jährlich die besten Initiativen für soziale Verantwortung von Unternehmen prämieren und der Öffentlichkeit vorstellen. Ich denke, die Unternehmen, die sich dort bewerben und vorgestellt werden, das sind sehr positive Beispiele.

 

Das UPJ-Servicebüro war letztes Jahr Initiator des „1. Marktplatz für gute Geschäfte“. Was kann man sich unter solch einem Marktplatz vorstellen?

Das Ziel der Veranstaltung war es, Soziale Einrichtungen, Ehrenamtliche und Unternehmer zusammen zu bringen. Partnerschaftliche Zusammenarbeit, Sach- oder Zeitspenden, Know-How und Netzwerken standen hier im Vordergrund. 80 Vertreter/innen von Unternehmen und gemeinnützige Organisationen hatten sich zum 1. Saarbrücker Ideen-Markplatz getroffen. Die Stimmung, das Markttreiben und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: rund 50 Abschlüsse in 90 Minuten. 

Wir werden also auch in 2013, ganz konkret am 10.10.2013 im VHS Zentrum wieder gemeinsam mit der Landeshauptstadt Saarbrücken, der Werbeagentur FBO und dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG einen solchen Marktplatz ausrichten.

 

Zudem vermitteln Sie „Zeitspenden“ von Unternehmen in Soziale Organisationen.

Unter einer Zeitspende oder auch sogenannten „Corporate Volunteering“ - Projekten  versteht man die kostenlose Bereitstellung von Zeit für ein soziales Projekt oder eine soziale Organisation. Das klassische Ehrenamt gehört hier auch dazu. 

Spricht man aber von Zeitspenden in Zusammenhang mit Unternehmen, versteht man darunter die kostenlose Bereitstellung von Mitarbeitern. Die Mitarbeiter werden während ihrer regulären Arbeitszeit für die Projektarbeit in der sozialen Organisation freigestellt.

Oft spendet das Unternehmen zusätzlich Geld oder Sachmittel und stellt die Zeit Ihrer Mitarbeiter/innen zur Verfügung. Wenn dies nicht möglich ist, versuchen wir weitere Projektpartner oder Stiftungen zu vernetzen.

Also wenn Sie eine Projektidee haben, nur zu – wir beraten und begleiten beide Seiten. Das Spektrum für die Einsatzfelder ist dabei sehr weit gefasst (Schule, Kindergärten, Pflege- einrichtungen, Behindertenwerkstätten, Jugendzentren uvm.). Wir sind auch gerne bereit, ganz neue Felder zu entdecken und zu entwickeln. 

 

Macht so was überhaupt Sinn?

Klar, soziales Engagement von Unternehmen ist zumeist eine Win-Win-Win Situation, sowohl für die Firma selbst, die soziale Einrichtung und das gesamte Gemeinwesen. 

Alle profitieren: die Mitarbeiter/innen der Unternehmen profitieren durch eine gekonnte Verknüpfung von Personalarbeit und Gemeinwesenarbeit. Mitarbeiter werden motiviert und fühlen sich dem Unternehmen stärker verbunden, die Darstellung des Unternehmens in der Öffentlichkeit wird wahrnehmbar.

Die soziale Organisation kann ein Projekt realisieren, damit ihr Angebot verbessern und sich ebenso als kompetenter Projektpartner präsentieren. Und nicht zuletzt wird jede Gemeinde und jeder Stadtteil durch solche Projekte atttraktiver, wenn der Spielplatz wieder auf Vordermann gebracht wurde oder benachteiligte Menschen unterstützt werden.

Das Interview führte Dirk Sold.


Es gibt keine zwei Welten

Soziale Verantwortung unter verschiedenen Blickwinkeln

Namhafte saarländische Firmen sind mit im Boot

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation, der UPJ-Bundesinitiative, initiiert und organisiert die LAG Pro Ehrenamt e.V. seit über zehn Jahren erfolgreiche Kooperationen von Wirtschaftsunternehmen und gemeinnützigen Organisationen. Meist geht es dabei um Zeitspenden der Unternehmen, das sog. „Corporate Volunteering“, in Form von Bauprojekten oder Erlebnistagen.

Mit unserem neuen gemeinsamen Projekt, dem „CSR Regio.Net“ gehen wir einen Schritt weiter: Es geht um „Corporate Social Responsibility“ (CSR) oder auf gut deutsch „Verantwortliche Unternehmensführung“ ganz allgemein. Die Zielsetzung ist es, mittelständische Unternehmen durch Information, Qualifizierung, Vernetzung sowie individuelle Beratung dabei zu unterstützen, ihre CSR-Aktivitäten weiter zu stärken und den Nutzen einer verantwortlichen Unternehmensführung zu steigern. Die dabei relevanten Themen sind reichhaltig. Sie reichen von der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt) bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und dem Austausch mit dem direkten gesellschaftlichen Umfeld (Gemeinwesen).

Im Rahmen eines bundesweiten Projektverbundes unter der Leitung von UPJ wurden im ersten Halbjahr 2012 in unterschiedlichen Regionen Deutschlands von Schwerin bis Nürnberg acht regionale Unternehmensnetzwerke gegründet, eines davon in Kooperation mit uns: das „CSR Regio.Net Saarland".

Unter diesem Namen haben sich nun acht renommierte Unternehmen aus der Region mit uns auf den Weg gemacht. Sie nutzen die Chance, gemeinsam mit erfahrenen CSR-ExpertInnen sowie im Austausch untereinander eine individuelle CSR-Strategie zu erarbeiten, diese im Unternehmen zu verankern und umzusetzen.

An der illustren Runde nehmen teil: die V&B Fliesen GmbH, die kohlpharma GmbH, die VSE-Töchter famis GmbH und die prego-services GmbH, außerdem die Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG, die Wasserversorgung Ostsaar GmbH, die Mercedes-Benz Banking Service GmbH, sowie die Braun Klein Siebdruck Vertriebs GmbH.

 

Keinem dieser Unternehmen ist das Thema Verantwortung fremd. Im Gegenteil, es ist gelebte Überzeugung. Alle setzen bereits regelmäßig erfolgreich sog. CSR-Maßnahmen um. Sie alle sind aber auch der Überzeugung, dass es Möglichkeiten gibt, ihr unternehmerisches Engagement stärker als bisher zu bündeln und soziale, ökologische und ökonomische Belange systematischer in alle Bereiche der Unternehmenstätigkeit zu integrieren.

Eben deshalb haben sie sich dem Netzwerk von LAG Pro Ehrenamt und UPJ angeschlossen und können damit auf die attraktiven Angebote unseres Projektverbundes zugreifen. Z.B. die Chance einer systematischen Bestandsaufnahme der bestehenden CSR-Aktivitäten sowie Potentiale oder individueller Inhouse-Beratungen im jeweiligen Unternehmen. Darüber hinaus trifft sich das Netzwerk einmal im Quartal zu einem gemeinsamen Informations- und Qualifizierungsworkshop.

 


Was heißt verantwortliche Unternehmensführung?

Die IHK-Veranstaltung war gut besucht
Peter Kromminga von UPJ und Patrick Dörr von PRO EHRENAMT gaben Einblicke in die CSR-Strategie

Gelungene Auftaktveranstaltung am 23.April 2012

CSR Regio.Net Saarland ist ein Begriff, der einem schlecht über die Lippen geht und zunächst einer Erklärung bedarf. Projektleiter  Patrick Dörr hat bei der Auftaktveranstaltung in der IHK das Projekt vorgestellt und große Zustimmung und gute Resonanz gefunden. Durch dieses Bundesmodellprojekt des Bundesarbeitsministeriums bietet PRO EHRENAMT attraktive Möglichkeiten zur Stärkung der Aktivitäten im Bereich verantwortlicher Unternehmensführung. CSR steht dann für die englische Begrifflichkeit: Corporate Social Responsibility. Dahinter steckt die Erfahrung, dass verantwortlich handelnde Unternehmen nicht nur positive gesellschaftliche Entwicklung fördern, sondern auch ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit und die Mitarbeiterzufriedenheit stärken. Engagierte Unternehmen finden z.B. auch leichter neues Personal oder passende Auszubildende, die stolz auf ihr Unternehmen und damit auch motivierter im Arbeitsprozess sind. Letztlich wird das auch von Kunden registriert und positiv bewertet und kann zu einem sanften Standortfaktor für ein Unternehmen werden. Firmen, die CSR verinnerlicht und in die Unternehmensphilosophie übernommen haben sind Ford, Globus, Festo, Bosch und Siemens.

Erfahrene Experten unterstützen bei der Entwicklung und Umsetzung von individuellen Strategien im Bereich der Unternehmensführung im Mittelstand. CSR Regio.Net Saarland arbeitet sehr eng mit der UPJ-Bundesinitiative zusammen und ist einer von den acht regionalen Standorten.

PRO EHRENAMT setzt damit sein Engagement in der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsunternehmen und Ehrenamt-Organisationen konsequent fort, hat dazu auch den Wettbewerb aktiv & engagiert ins Leben gerufen und kann jetzt diese Excellenz-Initiative für CSR weiterführen, also Nachhaltigkeit und die Kompetenz für dieses Sachgebiet ist mehr als unter Beweis gestellt.

Bei der Veranstaltung in der IHK hat der Geschäftsführer der Bundesinitiative von UPJ, Peter Kromminga, die Chancen und Risiken der CSR-Strategie der Bundesregierung erläutert.

Der Marketingleiter der Prego-Servives GmbH, Marcel Wendt, hat mit Best Practice-Beispielen gezeigt, wie diese Strategie einfach aber erfolgreich in einem Betrieb umgesetzt werden kann und Projektleiter Patrick Dörr hat die 32 teilnehmenden Firmenvertreter mit allen Informationen versorgt, damit die Zusammenarbeit und der Gedankenaustausch reibungslos ablaufen werden.

Die Projektlaufzeit dauert 30 Monate. Wir werden über den weiteren Verlauf berichten.


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