Pro Ehrenamt - Newsdetail

Ein dickes Lob für das Ehrenamt

Blitzumfrage der Saarbrücker Zeitung zum Tag des Ehrenamtes


Das Ehrenamt ist wichtig. Das sagen fast alle Teilnehmer der jüngsten SZ-Blitzumfrage. Viele Menschen sind selbst ehrenamtlich engagiert. Von Mathias Winters

St. Ingbert Zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember hat die Saarbrücker Zeitung in ihrem Umfrage-Center einige Daten erhoben. Das zeitigt wie üblich kein repräsentatives Ergebnis, aber interessante Zahlen allemal. Oder wie sonst ist es zu verstehen, wenn 78 von 135 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeben, selbst ehrenamtlich tätig zu sein? Das sind 58 Prozent, eine beachtliche Zahl von Menschen, die etwas tun. Was tun sie damit eigentlich? Wir wollten wissen, was so unter Ehrenamt verstanden wird, wobei Mehrfachnennungen möglich waren. „Tätigkeit für die Allgemeinheit in der Freizeit“, nennen 99 zutreffend , mit „Einsatz für Soziales, Sport, Kultur oder Ähnliches“ (ebenfalls 99) finden das die Befragten genauso wichtig. Mit „Übernahme von Funktionen in Vereinen und vergleichbaren Einrichtungen“ (98) können sich genau so viele anfreunden.

Sehr gering ist die Zahl der Teilnehmer, die das Ehrenamt unwichtig oder nicht so wichtig finden. Insgesamt finden das nur zwei der Befragten. Als wichtig bewerten es dagegen etwa ein Drittel der Leute (49/36 Prozent) und als sehr wichtig fast zwei Drittel (84/62 Prozent). Leicht unterschiedlich ist die Wertschätzung der einzelnen Bereiche. Größte Bedeutung wird (in dieser Reihenfolge absteigend) Feuerwehr, Rettungsdiensten und dem Sozialen zugeordnet. Passabel schneiden Sport und Kultur ab, während die Politik auch hier einen schweren Stand hat.

Aber wie sieht es mit dem selbst etwas Machen aus? „Sind Sie ehrenamtlich tätig?“, wollten wir wissen und erhielten 78 (58 %) Ja- zu 57 (42 %) Nein-Stimmen. 47 Prozent der Aktiven sind im Vorstand, 31 Prozent bezeichnen sich als Helfer, 18 als Vorsitzende sowie zehn Prozent als Dirigent, Trainer und Ähnliches. Auf „Sonstige“ entfallen 12 Prozent. Da werden Doppelfunktionen, Schiedsmann, Aufsichtsrat und Flüchtlingsarbeit oder auch Tätigkeit in der Pfarrei genannt. Auf „bis zu drei Stunden pro Woche“ beziffern 29 Prozent ihr Engagement, auf „drei bis sechs Stunden pro Woche“ 41 Prozent, 15 Prozent sagen „mehr als sechs“ Stunden, und 15 Prozent sind „seltener als durchschnittlich eine Stunde pro Woche“ im Einsatz. Bei der Frage, ob die Anerkennung für das Engagement passt, geht die Tendenz zur Mitte. „Ja, wirklich angemessen“ sagen 5 Leute (4 %), „nein, überhaupt nicht angemessen“ 10 (7 %). 58 Prozent finden die Anerkennung „einigermaßen angemessen“ (78), und „eher nicht ganz angemessen“ 31 Prozent (42). Sie tun es also doch mehr aus Idealismus als für die Anerkennung.

Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen möchte, muss sich nur einmalig registrieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.





Ausdrucken  Fenster schließen