Ein ganz besonderes Klang-Erlebnis

Flüchtlinge kam in den Genuss einer Orchesterprobe



Samstagvormittag, 11. April 2015, vor der Congresshalle Saarbrücken: eine Gruppe von rund 40 Personen wird von Martin Hennecke, Mitglied des Orchestervorstands, freundlich begrüßt und auf die Empore des Konzertsaals geführt. Die Gruppe besteht aus Flüchtlingen aus Syrien, Irak und Eritrea, die im Saarland Aufnahme gefunden haben und von ehrenamtlichen Helfern des Saarbrücker Netzwerks ANKOMMEN betreut werden. Es sind überwiegend junge Männer, aber auch einige Familien mit kleinen Kindern sowie ihre Begleiter und Paten, die der Einladung des Saarländischen Staatsorchesters zum kostenlosen Besuch der Generalprobe gefolgt sind. Auf dem Programm stehen Werke von Ralph V. Williams, Edward Elgar und Peter Tschaikowsky – gewiss keine „leichte Kost“, aber der Konzertbesuch wird zu einem großen Erlebnis.

Zu Beginn begrüßt der Dirigent, Nicholas Milton, auf der Empore und nochmals vom Podium aus die Gäste und drückt seine Freude aus, dass so viele der Einladung des Staatsorchesters gefolgt sind. 

Auch wenn viele der Anwesenden noch nie einen Konzertsaal und ein Sinfonieorchester persönlich erlebt haben (einige aber doch, wie sie erzählen), so wird das Musizieren des großen Orchesters, die Entstehung der Musik in den verschiedenen Instrumentengruppen – den Streichern, den Holz- und Blechbläsern, der Pauke – und nicht zuletzt der Dirigent mit Spannung verfolgt. Die Rhythmik in Tschaikowskys berühmter 5. Sinfonie reißt auch meine kleine Nachbarin offensichtlich mit: die Siebenjährige dirigiert mit Händen und Füßen kräftig mit. Vielleicht wächst hier ein Nachwuchstalent heran. 

Nach dem Konzert: Freude und Dankbarkeit bei unseren Gästen. Es war für sie ein besonderes Erlebnis und eine Bereicherung ihres bisherigen Aufenthalts im Saarland, der durchaus nicht immer einfach ist.




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