Wirtschaft und Zivilgesellschaft ziehen an einem Strang

Neues innovatives Projekt will konkrete Engagement-Ideen umsetzen




Heute startet mit einer Auftaktveranstaltung die Saarbrücker Herausforderung, ein Netzwerk in dem freiwillig engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer aktiv sind. Zusammen mit gemeinnützigen Organisationen, Initiativen und Einrichtungen steigern sie die Lebensqualität in der Landeshauptstadt. Durch Kooperationen entsteht ein neues Miteinander, das die Saarbrücker Herausforderung verbreitet, vertieft und auf Dauer sichert.

Mit der Saarbrücker Herausforderung entstehen Schritt für Schritt neue Verbindungen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Initiative antwortet auf konkrete Bedarfe im Gemeinwesen und stärkt den Zusammenhalt in Saarbrücken. Sie geht dabei einen neuen Weg vor dem Hintergrund, dass Gesellschaft und Gemeinwesen komplexen Herausforderungen gegenüberstehen. Mit der heutigen Arbeitsteilung von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Staat werden sie kaum zu überwinden sein.

Kooperationsvorhaben zum Auftakt

In Zukunft werden sich Saarbrücker Unternehmen regelmäßig treffen, um Kooperationsvorhaben zu ermöglichen. Unterstützt werden sie dabei von einer hauptamtlichen Koordinatorin, die effektive Abläufe und einen überschaubaren Aufwand für alle Beteiligten ermöglicht. Beim Auftakt sind es acht Saarbrücker Unternehmen, die sich den Herausforderungen stellen und Lösungen durch Logistik, Pro-bono-Leistungen, Anpackprojekte oder Sachspenden liefern möchten. In der ersten Runde geht es um Anfragen von gemeinnützigen Organisationen wie das Entwerfen eines Flyers, dringend benötigte Schlafsäcke, Computer-Ausstattung, Beratung zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder eine Fuhre Kies. Das sind nur einige Beispiele, die engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer in der Saarbrücker Herausforderung aufgreifen. Sie stellen die Verbindung zu passenden Unternehmen in der Stadt her und weiten so das Engagement von Unternehmen zudem aus.

Elisabeth Ott, Personalreferentin der Union Krankenversicherung sagt zum Start: „Wir freuen uns, dass sich schon so viele Unternehmen engagieren. Wer mit einfachen Mitteln konkrete Probleme lösen und damit das Miteinander stärken möchte, ist herzlich eingeladen, sich der Saarbrücker Herausforderung anzuschließen." Gemeinsam mit Sven Hüther, Beauftragter für Nachhaltigkeitsmanagement der Sparkasse Saarbrücken, behält sie als Mitglied des Boards den Überblick und ist Kompass und Fernrohr für die Aktivitäten der Initiative.

Das Interesse der Allgemeinheit sowie die Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit des Anliegens unterstreichen die Schirmherren Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Peter Gillo, Direktor des Regionalverbands Saarbrücken. Er sagt: „Schnell, unbürokratisch und offen für alle, das ist die Saarbrücker Herausforderung. Auf kurzem Wege können sich Organisationen und Initiativen an die beteiligten Unternehmen wenden, um sich gemeinsam für das Gemeinwesen vor Ort zu engagieren. Dabei treffen sie auf Fachwissen, Kompetenzen und sachliche Unterstützung, die ihnen angeboten werden. Unternehmen identifizieren sich noch mehr mit ihrer Region und geben den dort lebenden Menschen auch etwas zurück."

Die Sparkasse Saarbrücken begleitet die Initiative von Beginn an. Initiator ist ihr stellvertretender Vorstandsvorsitzender Uwe Kuntz: „Auf eine engagierte Wirtschaft und eine engagierte Zivilgesellschaft kommt es an, jetzt und in Zukunft. Um ihre Kooperations-Ideen zum Wohle der Stadt umzusetzen, benötigen gemeinnützige Organisationen einen verlässlichen Ansprechpartner. Genau das bietet die Saarbrücker Herausforderung. Unternehmen lassen sich von ihnen zu gemeinsamen Projekten für lebendige Nachbarschaften herausfordern - praktisch, regelmäßig und als Hilfe zur Selbsthilfe. Das passt zur Sparkasse Saarbrücken. Deshalb bin ich gerne Teil dieser neuen Initiative und freue mich auf die Zusammenarbeit."

Der Boden für die Saarbrücker Herausforderung wurde seit Anfang des Jahres 2017 bereitet. Träger der Saarbrücker Herausforderung ist die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT. Ihr Präsident Hans Joachim Müller sagt: „Uns war sofort klar, dass wir Träger der Saarbrücker Herausforderung sein möchten. Die Förderung des Ehrenamts, gemeinnütziger Organisationen und des Engagements von Unternehmen ist bei uns Programm. Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter und schaffen verlässliche Strukturen für neue Verbindungen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft."

Engagiert in der Saarbrücker Herausforderung

Ins Leben gerufen und gesteuert wird die Saarbrücker Herausforderung von Unternehmen der Stadt. Aktiv sind Marvya Webdesign und Online Marketing, Metallbau Paul, Garn Consulting, die Rolladen Kessler GmbH, die Saarländische Investitionskreditbank AG, die Sparkasse Saarbrücken, die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberaterkanzlei Alexander Kuntz und die Union Krankenversicherung AG.

Unterstützer sind der Frau & Handwerk Landesverband Saar e.V., das IN-Szene Media Netzwerk für Kommunikation Saar-Lor-Lux, Notar Stefan Weber, die SHS Foundation, die Wirtschaftsjunioren Saarland. Ein Beirat begleitet die Initiative und gibt praktische Hinweise: das Amt für soziale Angelegenheiten der Landeshauptstadt Saarbrücken, der DRK Landesverband Saarland, die IHK Saarland, die Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V., die Paritätische Gesellschaft für Gemeinwesenarbeit gGmbH und der Regionalverband Saarbrücken.

Nachdrücklich unterstützt und begleitet wird die Saarbrücker Herausforderung durch das UPJ Netzwerk für Corporate Citizenship und CSR, Berlin. UPJ hat das Konzept aus den Niederlanden adaptiert und begleitet die Akteure vor Ort. Diese Aufgaben von UPJ sowie die erforderlichen Ressourcen für die Koordination werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Ansprechpartnerin Anne von Teutul, Koordinatorin der Saarbrücker Herausforderung, Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e.V. , Richard-Wagner-Straße 6, 66111 Saarbrücken, Tel. 93859-741, Email wirtschaft@pro-ehrenamt.de 

 

 




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